HAUS-Treffen: Heidelberg Alumni reisten nach San Francisco
Alumni der Universität Heidelberg aus nahezu allen Teilen der USA reisten Ende September zum zweiten nationalen Jahrestreffen von Heidelberg Alumni U.S. (HAUS) nach San Francisco. Die ehemaligen Heidelberger kamen aus den Staaten New York, Pennsylvania, New Jersey, Virginia, Florida, Texas, Illinois, Iowa, Colorado, Oregon, Washington und aus Kalifornien, um ehemalige Kommilitonen zu treffen, neue Freunde zu finden und mit ihrer Alma Mater, Deutschlands ältester Universität, in Verbindung zu bleiben.
"Es war wunderbar, sich mit Alumni der Universität Heidelberg in America's schönster Stadt zu treffen und an gemeinsame Erlebnisse anzuknüpfen. Am meisten hat mich beeindruckt, wie international die Konferenz war und wieviele Generationen vertreten waren. Es kamen zum Beispiel Studenten aus Indien, Polen, Deutschland und America, die in den 40er, 50er, 60er, 70er, 80er und 90er Jahren studiert hatten", schwärmt Shelley King-McGee aus Kalifornien.
Das Wochenende begann mit einem gemeinsamen Abendessen zum Kennenlernen am Freitagabend. Der Samstagmorgen stand im Zeichen der offiziellen Jahresversamlung in den Räumen der San Francisco State University. Mehrere Freiwillige erklärten sich spontan bereit, Regionalgruppen in ihren jeweiligen Regionen aufzubauen. Die Alumni beschlossen die nächsten Schritte im Auf- und Ausbau von HAUS, zum Beispiel weitere Networking-Möglichkeiten zwischen ehemaligen und zukünftigen Studenten der Universität Heidelberg, sowie andere Wege, die Alma Mater zu unterstützen. "Ich bin total begeistert von der Chance, etwas an die Universität zurückzugeben", erklärt Hans Ulrich Bueff, der in Heidelberg Medizin studierte und nun in Kalifornien als Arzt praktiziert.
Den Samstagnachmittag verbrachten die Alumni mit einem Segeltörn um Alcatraz Island. Der berüchtigte Nebel, der in den Tagen zuvor die Stadt noch fest im Griff gehalten hatte, hatte sich verzogen und die ehemaligen Heidelberger genossen einen wunderschönen sonnigen Tag auf der "Bay Lady" mit Blick auf die Golden Gate Bridge und San Francisco.
Höhepunkt des Wochenendes bildete der festliche Abend im Museum der bekannten Sauerteig Bäckerei Bistro Boudin an der Fisherman's Wharf. San Francisco's neuer Generalkonsul Peter Rothen begrüßte die HAUS-Mitglieder in seiner Stadt: "Ich möchte die Universität Heidelberg für drei Erfolge loben: Erstens, dass Sie damit begonnen haben ein Netzwerk der U.S. Alumni aufzubauen und es zu einer funktionierenden Kommunikationsplattform zwischen der Universität und ihren ehemaligen Studenten in der U.S. entwickeln. Zweitens dafür, dass Sie das zweite jährliche nationale Alumni-Treffen in San Francisco halten, da Heidelberg und San Francisco wichtige gemeinsame Eigenschaften haben: Beide genießen eine wunderschöne Kulisse und beide sind die Heimat für einige der besten akademischen Institutionen in ihren jeweiligen Ländern. Drittens, und dies ist vielleicht am wichtigsten, bin ich tief beeindruckt von dem aktiven Ansatz, den die Universität Heidelberg gegenüber dem akademischen "Markt" der U.S. entwickelt hat. Dafür ist HAUS nur ein weiteres Beispiel. Offensichtlich ist es für eine deutsche Universität heute nicht ausreichend, nur darauf zu warten, dass die besten Studenten und Wissenschaftler aus den USA kommen. Selbst für die deutschen Top-Universitäten ist es heute nur mit einer aktiven Strategie der Annäherung an die "Exzellenz-Zentren" der Wissenschaft in den USA und an anderen Orten möglich, in der zunehmend globalen Konkurrenz um die besten Köpfe, weiter im Rennen zu bleiben. Die Universität Heidelberg, wie auch eine Reihe anderer deutscher Universitäten, unternimmt beachtliche Anstrengungen in diesem Bereich und zeigt damit, dass sie trotz der Tatsache, dass sie die älteste deutsche Universität ist, im Herzen so jung geblieben ist wie nur irgend möglich."
Während die Alumni den Blick auf die San Francisco Bay genossen, wurden sie am Samstagabend von Robert Berg, dem ehemaligen Direktor des American Junior Year (AJY) in Heidelberg, einem von der Heidelberg University in Tiffin, Ohio, koordinierten Austauschprogramm für amerikanische Studenten, begrüßt. AJY hatte den Cocktail Empfang ausgerichtet. Robert Berg betonte, dass dieses 51 Jahre alte Programm mehreren tausend amerikanischen Studenten die Chance gegeben hatte, ein Jahr an der Universität Heidelberg zu verbingen.
Der Rektor der Universität, Bernhard Eitel, war eigens aus Heidelberg eingeflogen, um die Alumni persönlich über die jüngsten akademischen Entwicklungen in Heidelberg zu informieren und einen Überblick über das 625. Jubiläum der Universität Heidelberg in 2011 zu geben. Der Rektor betonte auch die engen Verbindungen zwischen der Universität Heidelberg und den Vereingten Staaten. Der erste amerikanische Student, Michael Munier aus St. Louis, hatte sich 1793 in Heidelberg eingeschrieben. "Die Universität Heidelberg ist stolz auf die anhaltende langjährige Freundschaft mit den Vereinigten Staaten. Um die transatlantischen Beziehungen weiter zu festigen, hat sich die Universität Heidelberg mit Leib und Seele dazu verschrieben, ein Netzwerk aus ehemaligen Studenten, Wissenschaftlern und Freunden der Universität Heidelberg zu bilden, das allen Seiten gleichermaßen Nutzen bringt. Das Alumni-Treffen in San Francisco ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung", sagte Professor Eitel bei der Veranstaltung.
Die Alumni tauschten ihre vielfältigen Heidelberg- Erfahrungen und - Erinnerungen aus. Viele stellten fest, dass sie gemeinsame Bekannte teilten oder bei den gleichen Professoren gelernt hatten. "Es war klasse, so viele interessante Menschen zu treffen. Ich hatte gute Gespräche mit Leuten von sehr unterschiedlichen Fachrichtungen, die alle das gleiche Interesse hatten: in Kontakt zu bleiben. Wir können gegenseitig von unserer Expertise lernen. Es ist sehr wertvoll, dieses Netzwerk zu haben und Ideen auszutauschen", sagt Hans Ulrich Bueff.
Die Universität Heidelberg gründete die amerikanische Alumni-Organisation im Herbst 2008 in New York City und das Netzwerk ist seitdem stetig gewachsen. Regional Chapter in verschiedenen Teilen des Landes erleichtern es den ehemaligen Studenten, Austauschstudenten und Wissenschaftler, sich zu treffen und spezielle Veranstaltungen in ihrer Region zu besuchen. Das Alumni Netzwerk HAUS ist Teil der Heidelberg University Association, einer gemeinnützigen Organisation, die zu Beginn 2008 in New York gegründet worden war. HAUS wird von einem eigenen Leadership Committee geleitet.
Alumna Kathleen Lance, die als HAUS Geschäftsführerin das Leadership Committee organisiert, kommt zu folgendem Fazit: "Unser zweites jährliches Heidelberg Alumni U.S. (HAUS) meeting war ein großartiger Erfolg. Es war wundervoll, die Verbindungen zu Mitstudenten wieder herzustellen und neue Freunde zu gewinnen. Das Treffen in San Francisco hat großes Momentum erzeugt, dass wir nutzen werden, um in den kommenden Monaten zusätzliche Regional Chapter von HAUS in verschiedenen Teilen der USA aufzubauen. Es ist wirklich eine lohnende Erfahrung, die internationale Reputation unserer Alma Mater, Ruperto Carola, durch dieses wachsende Alumni Netzwerk zu stärken."
Dieser Text ist auch auf der Webseite der Deutschen Vertretungen in den USA erschienen.
Stand: 26. Oktober 2009


